„Euer Ehren, ich war immer schon und werde immer bleiben, was ich bin: ein Friseur. Nicht mehr und nicht weniger.“
Das Lachen der Klägerinnen ist grausam. So grausam wie die Anklage. Er versteht die Welt nicht mehr. Erst recht nicht, nach allem, was er durchgemacht, was er verloren hat. Was werfen sie ihm vor? Unmöglich habe er sie gemacht, heißt es, in den Ruin habe er sie getrieben. Aber was machen sie mit ihm? Rufmord, nein Mord, ist das! Was hat er denn noch? Friseur zu sein ist sein Leben. Er ist ein guter Friseur. Der beste! Und alle wollten ihn doch. Alle wollten das vollkommene Glück – aus seinen Händen … Weiterlesen
spooky
Schwindzeit
Viel zu spät hatte er erkannt, was mit ihm passierte. Doch selbst wenn er früher Gewissheit gehabt hätte, so wäre er doch nicht imstande gewesen, die Entwicklung aufzuhalten. Die Zeit half ihm nicht, denn die Schwindzeit war schneller. Aber warum passierte das ausgerechnet ihm? Einem, den die Menschheit nicht brauchte…
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Das Bildnis der Donna
Novelle
© 2018 Martin Bensen
Prolog
Niemals hätte ich auf ihr Angebot eingehen dürfen. Sie war keine Touristin wie die vielen anderen Kunden, sondern eine waschechte Römerin. Eine wahrhaftige Schönheit unter dem Himmel, ihre Kleidung so erlesen und elegant, dass sie es mit Sicherheit nicht nötig hatte, zu den Straßenkünstlern auf die Piazza Navona zu kommen, um sich malen zu lassen. Hätte ich damals auch nur geahnt, wie verhängnisvoll diese Begegnung sein würde, ich hätte ihre Bitte ohne Zögern ausgeschlagen. Weiterlesen