Auf einer Literaturseite wische ich den Artikel Satz für Satz nach oben weg. Geübtes Smartphone-Handling, Routine. Der Artikel ist langweilig, fast verlasse ich die Seite, da erscheinen am unteren Bildrand diese drei magischen Worte: „Nur einen Tag…“ Ein Buchtitel? Klingt interessant. Weiterlesen
Missverständnis
So ein Augenblick
Das ist so ein Augenblick
Für den ich mich schäme
Weitere Worte sind nach
Dem Gesagten sinnlos
Nach so einem Augenblick
Steh ich fassungslos vor dir
Und dem was du mir und
Nur mir da anvertrautest
So ein Augenblick vergeht
Doch deine tiefe Trauer nicht
Und mein Bedauern diesen
Augenblick verpasst zu haben
Hey du (an der Haltestelle)
>> Hey du, schau nicht weg! Lass dich anlächeln. Ja, du! <<
>> Meint sie mich? Sicher nicht… Oder doch? Doch, sie lächelt mich an! <<
>> Jetzt fährt die Bahn weiter. Ciao, du Augenblicksmensch! Das Lächeln war für dich… <<
>> Schade, sie meinte wirklich mich. Danke, hat gutgetan. Hätte es dir gern gesagt. Mit meinem Lächeln… <<
Wahre Stärke
Mit überkreuzten Händen greift er sein rotes Polohemd unten am Saum und zieht es mit einer eleganten Bewegung über den Kopf aus. Ein Traum von einem Mann steht da, ein paar Meter von meiner Liege entfernt. Sein Oberkörper hatte schon unter dem Shirt einiges versprochen, doch erst jetzt entfaltet sich seine ganze Pracht, gleichmäßig gebräunt glänzt er in der Sonne. Keine Frage, dieser Mann ist der unbestrittene Blickfang auf dem Pooldeck unseres Kreuzfahrtschiffes.
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