Während wir schweigen
Einander nichts vergeben
Landet auf unserem Tisch
Ein winziger Propeller
Lächelnd sehen wir hinauf
Zum Baum unserer Kindheit
Dem erwachsenen Ahorn
Und erzählen uns davon
Während wir schweigen
Einander nichts vergeben
Landet auf unserem Tisch
Ein winziger Propeller
Lächelnd sehen wir hinauf
Zum Baum unserer Kindheit
Dem erwachsenen Ahorn
Und erzählen uns davon
Mein Onkel Hans war Architekt. Später im Ruhestand wurde er krank. Am Ende hatte er keine Chance und keine Kraft mehr. Onkel Hans war ein lebenslustiger, kultivierter, zugleich allem Kulinarischen zugewandter Mensch, natürlich sah man ihm das auch ein wenig an. Mit seiner feinen Art passte er nicht recht in unsere westfälische Bauernlandschaft. Seine filigrane Brille, seine sanften Gesichtszüge, der Genießermund und das sorgsam frisierte, blonde Haar – der blonde Hans, Hans im Glück, was machte so einer in dieser nach Gülle stinkenden, von Schweinemast dominierten Gegend? In meinem Leben tauchte er auf, als ich etwa vier Jahre alt war. Wir waren zu Besuch in seiner Wohnung, Tante Maria war auch da. Die Beiden waren in Hochzeitsvorbereitungen, und ich sollte ihr Blumenkind sein. Aber erst einmal wolle er mir die Welt zeigen, sagte Onkel Hans mit einem Augenzwinkern. Ich ahnte nichts Böses.
Als Kind habe ich die Dinge wohl naiver gesehen als schon wenig später und erst recht heute, nach einem halben Jahrhundert. Mein Gott… Immer wenn meine Mutter sich zum Ausgehen „fein machte“, kam es mir so vor, als wäre es ihr im Grunde unangenehm. So wie mir.
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Da wo es vor dem großen Fest
Nach würzig-süßem Harzgehölz
Nach herzensfroher Kindheit roch
Da wo ich dich für mich erkor
Da liegst du nun als Rest vom Fest
Als ausgedienter Weihnachtsmüll
Als wärst du nicht schon lange tot
Duftest du auch jetzt noch weiter