Das Personal in meinen Träumen
Ist mir fremd, ist voll Bosheit
Im Schatten liegt diese Welt
Ohne Liebe ohne Worte
Ohne Licht
Das Aufwachen am Morgen
Trüber Nebel über allem
Sonne wird ihn lichten
Keinen dieser Blicke
Keine Seele
Das Personal in meinen Träumen
Ist mir fremd, ist voll Bosheit
Im Schatten liegt diese Welt
Ohne Liebe ohne Worte
Ohne Licht
Das Aufwachen am Morgen
Trüber Nebel über allem
Sonne wird ihn lichten
Keinen dieser Blicke
Keine Seele
Vom Wachen hinüber zum Schlaf
Kippt meine Welt in eine andere
Schwingt aus ihr zurück in jene
Die aus dem Schlaf neu erwacht
Mit dem Dreißigjährigen Krieg starb in deutschen Landen nicht nur ein gutes Drittel der Bevölkerung, direkt oder an Hungersnot und Seuchen – es starb auch ein deutsches Wort, zumindest als Nomen. Das Adjektiv hat sich dagegen gehalten und noch drei Jahrhunderte später zwei verheerende Weltkriege per Rhetorik befeuert. Das Wort, von dem es stammt, hätte die strammen Deutschen indes eher zum Lachen gebracht. Denn wer kommt heute noch darauf, dass tüchtig von Tucht kommt? Ja, tatsächlich, ein solches Wort gab es! Auch wenn die Tucht selbst Google offenbar kein rechter Begriff ist und ChatGPT allzu schnell bei der Zucht ist: Die Begriffe mögen verwandt sein, aber Tucht war mehr als Zucht, vielleicht sogar früher da. Eine Spurensuche.
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Während wir schweigen
Einander nichts vergeben
Landet auf unserem Tisch
Ein winziger Propeller
Lächelnd sehen wir hinauf
Zum Baum unserer Kindheit
Dem erwachsenen Ahorn
Und erzählen uns davon
Nachts, wenn er ihre Nähe, die gleichzeitige Ferne nicht erträgt, wendet er sich immer wieder ab, spürt dann, wenn auch schwach, einen Anflug von Verlassenheit, fürchtet aber schon die Ahnung, wirklich verlassen zu sein, weswegen er sich doch wieder zu ihr, seiner Liebe, hinwendet, seine Hand flach unter ihren Po gleiten lässt, behutsam, nichts fordernd, um sie nicht zu wecken, denn wie kann er sicher sein, dass sie ihn noch liebt, weniger als am Anfang, gewiss, das fühlt auch er, und doch so, dass sie noch verbunden sind, ein Paar, aneinander gewöhnt, vereint nach außen, einander gewiss nach innen, und doch schon eine Weile ohne Leidenschaft, ersetzt durch ein Gefühl der Leere, das am Tag weniger bedrückend, jedoch nachts umso beängstigender Raum nimmt, sodass ihm das Atmen schwerfällt und er sich also rasch wieder abwendet, dann daran denkt, wie ihn früher Tränen fast erstickten, wenn ihm ganz bange wurde vor der Zukunft, die nun hinter ihnen liegt, nicht mehr schmerzt, wie sein abgestorbener Zahn, wegen dem er morgen unter gleißendem Licht sitzen wird, einsam, ohne Trost, anders als jetzt, mit ihrer schläfrigen Wärme, die wohl Träume befeuern, welche fragt er sich, wo sie doch so reglos daliegt, sich der Schemen ihres Körpers vor dem schwachen Licht der Nacht abzeichnet, so fein und zart, als schwebte er über dem Bett, so leicht wie ihre regelmäßigen Atemzüge, die ihn trösten, ihm Sicherheit geben, ihn animieren, sich ihr wieder zuzuwenden, um nun endlich in den Schlaf des Vergessens zu fallen.
Den letzten Kontakt mit einer Betreuerin unseres Reiseanbieters, eines angeblich führenden Touristikkonzerns, haben wir bei der Ankunft unseres kleinen Transferbusses am Flughafen Heraklion. Ein schöner Urlaub gehe zu Ende, sagt sie routiniert, jetzt wünsche sie allen noch eine angenehme Rückreise nach Stuttgart. Die Schalter der Fluggesellschaft seien zwar noch nicht besetzt, dennoch solle man gleich ins Terminal gehen, denn dort sei es klimatisiert und nicht so heiß wie draußen, so die junge Frau in Blau. Zwei Dinge, die nicht ganz stimmen, weitere sollten folgen, eine wahre Odyssee erst beginnen …
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Ich weiß nicht, warum ich mir das antue. Erst dieser grässliche, knallgelbe Tee. Dann dieses lächerliche Namasté, die servile Verbeugung, die »betenden« Hände vor der Brust. Warum? Die Vibration der Klangschale durchströmt meinen Körper, da liege ich schon. Wird eh nicht klappen, denke ich. Hypnose nicht, Meditation erst recht nicht. Meine Frau liegt neben mir, ist schon ganz bei sich. Wo ist das: bei mir? Alles, was ich sehe, ist ein dunkler Raum, eine Art Verlies – und dieses kleine Wesen. Wo bin ich? Weiterlesen
Nach dem Regen
Kommt hoffentlich die Sonne
Der Traum verblasst
So gewaltig in der Nacht
Doch wie aus einer Zeit
Aus einem anderen Leben
Eine Spiegelung vielleicht
Ein Reflex von Pein in den
Hirnströmen des Schlafes
Ein Schrei, ein Echo Echo…
Tropfen trommeln noch
Hören auf am Morgen
Nach dem langen Regen
Zögert die Sonne zu scheinen
Dafür strahlt das Netz hinaus:
Töpfe glänzen, putzt man sie
Mit Zahncreme
Ein schöner Augenblick, ein letzter Blick zurück
Du hast mich angeschaut, mir den Verstand geraubt
All die Jahre, die vielen Tage, sind so voll von dir
Es erleben, das volle Leben, nur mit dir – nur wir
Mit dir zu sein, heißt frei zu sein
Deine Zeit in meiner Zeit
Die Zeit zu zweit
Unsere Ewigkeit
Auf dem Weg ins Glück bleibt ein Stück von mir zurück
Es ist nicht für dich, ein Rest vom Ich, das anders war
All die Jahre, die neuen Tage, brauch ich nur noch dich
Es erleben, das volle Leben, nur mit dir – nur wir
Mit dir zu sein, heißt frei zu sein
Deine Zeit in meiner Zeit
Die Zeit zu zweit
Unsere Ewigkeit
– Solo auf Strophe –
Mit dir zu sein, heißt frei zu sein
Deine Zeit in meiner Zeit
Die Zeit zu zweit
Unsere Ewigkeit
Ein Text von 2017 – die Melodie habe ich auch irgendwo. Wenn ich sie finde, könnte ein Song daraus werden.
Hier etwas „Kafkaeskes“ – was man nicht alles so nennt … Eine Geschichte, inspiriert von der großartigen Kafka-Serie in der ARD von Daniel Kehlmann und David Schalko. Viel Deutung, viel Suche – durchaus vage Spuren zum Ausnahmedichter Franz Kafka. Und eine mögliche Erklärung: „Die Verwandlung“ als albtrauminspirierte Umsetzung realer väterlicher Aversion gegen den jiddisch sprechenden Schauspieler Jizchak Löwy, den der alte Kafka als „Ungeziefer“ bezeichnet. So weit geht diese Geschichte hier nicht, und doch kann schon eine Abweichung vom Normalen, ein Ding an einem Menschen monströs erscheinen, ihn in Gänze entstellen – und unmöglich machen …
Als Herr Beh eines Morgens aus traumlosem Schlaf erwachte, fand er sich schwitzend in seinem Bett vor. Nichts bedeckte seinen vollständig nackten Körper, die Bettdecke lag am Boden, und dennoch fühlte sich seine Haut heiß und feucht an, ein abgestandener, säuerlicher Geruch erfüllte den Raum, und Herr Beh entstieg dem nassen Laken seines Bettes, überwand einen kurzen Schwindel und stellte sich im Bad gleich unter die kalte Dusche.
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Wenn nicht hier wo sonst
Klafft die Hölle auf Erden
Erbricht sie stinkend Glut
Erstarrt zu Stein zu Staub
Nicht einfach schwarz ist er
Glitzernd wie ein Sternenmeer
Schimmert blau im Gletscher
Moos beklebt die Berge grün
Kleine Pferde in der Weite
Goldgelb das Wintergras
Der Himmel auf Erden ist
Wo sonst wenn nicht hier