Weiße Laken wehen im Wind
Wolkenfahnen, Himmelsblau
Das Fenster hat drei Ecken
Das Dach ist spitz vom Hospiz
Sein Laken bauscht sich nicht
Noch liegt er schwer darauf
Doch als die Nacht sich senkt
Weht sein Laken mit ihm fort
Lyrik, Gedichte
Weiße Laken wehen im Wind
Wolkenfahnen, Himmelsblau
Das Fenster hat drei Ecken
Das Dach ist spitz vom Hospiz
Sein Laken bauscht sich nicht
Noch liegt er schwer darauf
Doch als die Nacht sich senkt
Weht sein Laken mit ihm fort
Am Ende des Tages
Wird es dunkel sein
Werde ich müde sein
Und doch erst schlafen
Zu Beginn des Tages
Es geht immer weiter
»Am Ende des Tages«
Ist eine hohle Phrase
In endlosen Key Notes
Morgens sind Träume meistens leichter
Wache ich mit einem Lächeln auf
Bin ich zwei Zentimeter größer
Schrumpfe ich schon bald
Schwindet frischer Mut
Verdunstet wie Tau
Kippt der Morgen
In den Tag
Die Liebe höret nimmer auf
Jedoch die Weissagungen und
Sprachen und die Erkenntnis
So steht es geschrieben
Eher höret wohl die Liebe auf
Das Wahre Schöne und Gute
Als die Wiederkehr des Gleichen
Die Bügelwäsche in Ewigkeit
Trilliarden feinster Wassertropfen
Umnebeln den kühlen Morgen
Leicht wie Luft das Tröpfchen
Allesamt ein schwerer Dunst
So hebt die Sonne scheinbar
Mit Licht den grauen Vorhang
Tröpfchen werden unsichtbar
Sind jedoch noch immer da
©Martin Bensen
Wenn Traurigkeit und Sorgen
Klamm dein Herz umfangen
Weite deinen Blick ins Grün
Spüre warmen weichen Wind
Lausche seinem Rauschen
Genieße frischen Frühlingsduft
Den saftigprallen Sommer
Eh der Herbst Vergängnis
Der Winter wieder Wehmut
Und trostlos tote Kälte bringt
Manchmal bist du
Meine Biene
So emsig
Honigsüß
Manchmal bist du
Meine Maus
So putzig
Niedlich
Manchmal bist du
Meine Katze
So geschmeidig
Gefährlich
Manchmal bist du
Meine Venus
So anziehend
Abgrundtief
Immer bist du
Meine Liebste
So bezaubernd
Vertraut
Auf dem Boden eine Flocke
Etwas vom Müsli denke ich
Als ich mich nach ihr bücke
Weicht sie aus – fliegt davon
Ein winziger Falter flirrt
Mit feinen Flügeln filigran
Hinaus aus meiner Welt
Ob er leichter lebt als ich?
Dieses Buch riecht muffig
Seine Seiten sind vergilbt
Sein Autor längst verblichen
Sein Inhalt ohne Nutzen
Wie Haargeflecht im Abfluss
Ein krauses in der Lakenfalte
Spült die Nachwelt Überreste
Und jegliches Erinnern fort
Mit jedem Fall von jähem Tod
Stirbt leise auch ein Stück in mir
In meiner selbstvergessenen Welt
Von sorglos-steter Wiederkehr
Doch mein Leben hält nicht still
Ich bin ja noch und brenne fort
Wie Sonne, Mond und Sterne
Nur bei weitem nicht so ewig
So wenig wie der klare Himmel
Sich blau auf Meeren spiegelt
So steht für sich das Farbenmeer
Von wilden Blumen auf dem Feld
Es ist das Licht mit allen Farben
Das ein Fang der Netzhaut wird
So viel das Auge kann erblicken
So selten ist der Himmel bunt
Mensch du bist getaktet
Das Ticken deiner Uhr
Zerhackt dir deine Zeit
Jetzt und jetzt und jetzt
Meer du kommst in Wellen
Nach ewigem Naturgesetz
Rhythmisch aber ohne Takt
Lässt du mich zeitlos sein