Das Personal in meinen Träumen
Ist unfreundlich, nicht menschlich
Kein Wunder, es sind Träume
Sagst du dort, wo du sonst nie bist
Nicht bist wie du – nicht du bist
Wie all das geträumte Personal
Unfassbar, unnahbar, unwirklich
Anders als in jeder Erzählung
Vielleicht, weil jeder Traum
Auch den Träumenden erzählt
Schon Gedanke, stößt er mich
In die wache Welt
Wirklichkeit
Zwischenwelt
Vom Wachen hinüber zum Schlaf
Kippt meine Welt in eine andere
Schwingt aus ihr zurück in jene
Die aus dem Schlaf neu erwacht
Traumgesichte (VII): Ein freundliches Wort
Dies ist es, was ich dir sagen will: Ein freundliches Wort geht in die Welt. Egal, wem du es sagst, wann du es sagst, wo du es sagst. Ein freundliches Wort wirkt immer. Ein Beispiel? Selbst der junge Mann am Nachtschalter der Tankstelle legt sich anders schlafen, im Morgengrauen, wenn du schon beinahe wieder aufstehst und dich gar nicht mehr erinnerst, dass du ihm Mut gemacht, dich nicht nur mürrisch bedankt, ihm viel Kraft für die Nacht gewünscht – ihm ein Stück Sicherheit gegeben hast, denn wer weiß, was für ein Gesocks sich noch zu ihm verirrt, lange nach dir, wenn du schon selig schläfst.
Selbstfindung
Irgendwann hast du aufgegeben
Einer Schönheit zu folgen
Die es für dich nicht gibt
Irgendwann hast du losgelassen
Deinen Frieden gemacht
Mit dem Ich das du bist
Irgendwann hast du gefunden
Was deinen Typ ausmacht
Auch wenn es Pumuckl ist
©Martin Bensen