Es dämmert, die Stadt ist voller Leute und er steht da, die besten Jahre hinter sich, die Jacke über dem rechten Arm, er hat sich leicht eingedreht, vornübergebeugt, ist eingerastet, starr wie eine Wachsfigur und betrachtet so drei junge Frauen, weit genug entfernt von ihm, dass sein Blick leicht abschweifen kann, nicht aufdringlich wirkt, voyeuristisch gar, während ich ihn, den von mir Abgewandten, ruhig betrachte, mich frage, ob er nur starrt, sinnlich, sehnend, oder ob er schon betrachtet, vergleicht, mit seinen Erinnerungen abgleicht, als er noch jünger war, als junge Frauen zurückgeblickt haben, als ein Lächeln ein anderes ergab, als die Wellenlängen noch stimmten und keine Funkstille herrschte wie jetzt, da die ganze Betrachtung einseitig, die Betrachtung der Betrachtung wehmütig ist, Mitleid aber fehl am Platz, wie auch mein Impuls – eine Umarmung -, weil Trost so alt macht. Und so schal das Bier.
Wehmut
Nostalgia
Darauf war ich nicht vorbereitet. Ich hatte mir dieses kleine Café im hintersten Winkel einer etwas entlegenen Gasse Barcelonas ausgesucht, um ungestört meine Eindrücke dieser großartigen Stadt und die Umstände meiner Flucht zu verarbeiten. Nicht im Traum hätte ich für möglich gehalten, ausgerechnet hier noch einmal meiner ersten Liebe zu begegnen. Dabei erschien sie mir gar nicht persönlich. Aber der Reihe nach. Weiterlesen
Oh yeah
Den Blues im Ohr
In den Stolperschritten
Wanken wir heim
Oh yeah
Am strammen Strahl
Vor die Friedhofsmauer
Weiden wir uns
Oh yeah
Ein letztes Bier
In der Kiez Kaschemme
Wollen wir mehr?
Oh yeah
(Letzte Strophe von meinem Blues Brother Jan B.)