„Wasser marsch“, sagt mein Freund. Und: „Ahhh …“
Wir stehen an der alten, mondbeschienenen Friedhofsmauer, die helle Glocke der Kirchturmuhr hat dreimal geschlagen; es ist wieder spät geworden. Wir haben das Wasser nicht mehr halten können, die nächstbeste Stelle gesucht. Wie immer nach unserer Kneipentour sind wir ganz schön besoffen. Ein Spaziergang würde uns jetzt gut tun, haben wir uns gesagt. Nur ein paar hundert Meter weiter beginnt schon der Wald. Ein besserer Ort für sowas. Aber der Druck war zu groß. Ausgerechnet die Friedhofsmauer. Durch meinen Nebel steigt Scham auf. Ich beginne zu schwanken.
Verdrängung
Endlich sicher
Also steckte ich meine Gefühle
In die blumenverzierte Schachtel
Was mich ganz schön schmerzte
Denn wann immer ich den Deckel
An der einen Seite zupresste
Quoll es an der anderen heraus
Also nahm ich den Verlust in Kauf
Verschloss den hölzernen Kasten
Und schnitt die gequetschten Reste
An den Rändern einfach ab
Was die Blumenzier verkratzte
Aber das Herzstück dann doch
Endlich sicher vor mir verbarg