Da ist er wieder: der Neid, der sich seit der Schule durch mein Leben zieht, nur selten unterbrochen durch Phasen von Erfolg und Euphorie. Ganz bei sich sein, selbstzufrieden, glücklich vom prickelnden Kopf bis in die heißen Zehenspitzen. In solchen Momenten fühle ich mich überlegen, satt und sicher. Doch schon bald kippt das Hochgefühl, beginnt das Nagen. Erste Abnutzungserscheinungen, sich ausdehnendes Hinterfragen, eine zitternde Nervosität und schließlich die Flucht in Alltagsroutinen. Dort aber lauert Gefahr: glückliche Menschen. Und mein Neid auf sie. Weiterlesen