von den ziegeln rinnt der regen
sammeln tausende tropfen
sich zu einem strom, der
gurgelnd in die Röhre
schießt, im sturzbach
sich ergießt in die erde
in tiefen grund bis zum
gestein bis irgendwo in
einen fluss, ins weite meer
dort verdampft zu neuem regen
Regen
Regen (II)
Tropfen tropfen nicht nur so
Hier trommeln sie auf Blech
Dort prasseln sie durch Blätter
Zerplatzen auf der Straße
Zerstieben in alle Richtungen
Zerfließen zu langen Strömen
Klatschen weiter dahinein
Peitschen meine nackte Haut
Am Ziel
Ein letztes Aufbäumen tief in seinem Inneren, ein letzter Funke von Widerwillen, dann ist alles gut. Jetzt wird Frieden sein. Eine gnädige Schläfrigkeit übermannt ihn, lässt ihn endgültig vergessen, dass er unter Drogen steht. Sie stellen seinen Körper ruhig, seit Tagen schon. Oder sind es Wochen? Er hat kein Empfinden mehr für Zeit oder für den Ort, an dem er ist, noch erinnert er sich daran, wie er hierher gekommen ist. Wenn er überhaupt noch einmal erwachte, würde er vielleicht nicht mehr wissen, wer er ist. Weiterlesen
Regen
So sehnsuchtsvoll erhofft
So bald auch schon verflucht
Erst stillt er unseren Durst
Dann weicht er alles auf
Trommelt weiter ohne Rast
Auf Dächer Haut und Nerven
Macht die meisten flügellahm
Doch manchen auch zum Täter