Über mondscheinhellen Wipfeln
Schweben geisterhafte Schleier
Sie fliehen mit der Finsternis
Sobald du ihr entgegengehst
Nacht
Zur Nacht
Hätte ich nicht dieses Licht
In das ich diese Zeilen
Wie filigrane Schatten
Wie Fliegenbeinchen setze
Es wäre dunkel um mich
Würde ich nicht diese Worte
Auf den Tasten tippen
Sie mal vorwärts treiben
Mal mutlos wieder löschen
Es wäre still um mich
Wäre ich nur endlich ruhig
So hörte ich die Grillen zirpen
Und sähe in der Ferne Licht
Spürte wie die Welt zur Nacht
Wie ich sich schlafen legt
©Martin Bensen
Deadline
Das hatte doch alles keinen Sinn. Trotzig wie ein Kind blieb er stehen und stampfte mit dem rechten Fuß auf. Er war verzweifelt. Egal in welche Richtung er ging: der Weg endete früher oder später im Nichts. Oder vielmehr im Dickicht eines dunklen Waldes. Nirgendwo war auch nur der Ansatz eines Lichts zu erkennen. Überall nur tiefe, schwarze Nacht. Wurde es noch mal irgendwann hell?
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