Aus dem Blattgrün löst sich
Gaukelt leicht durch die Hitze
Ein Zitronenfalter
Fast spür ich seinen Flügelwind
Zitrusduft – eine schöne Illusion
Hitze
Lotti lacht
Wieder senkt sich kühles Grau
Auf einen heißen Sommertag
Löscht das Glühn am Himmel
Bereitet Sternenfunkeln vor
Hörst du die leisen Seufzer?
Ein letztes, müdes Ächzen?
Von Vögeln kein Zwitschern
Stille wäre – doch Lotti lacht
Kein Herbst
Lässt du mich also schon
An Fäulnis schnuppern
Den Duft des Abgesangs
In Haufen welken Laubs
Doch deine Kälte fehlt
Der Nebel auf dem Feld
Das fahle Sonnenlicht
Sein Spiel ins Abendrot
Noch weht der Südwind her
Der selbst in langen Schatten
Das letzte Grün dem nimmt
Der erst noch kommen soll
Wind du lieber Freund (II)
Wind du lieber Freund
Du kommst gerade recht
Nach dieser ersten Hitze
Stell ich mich in dich
Damit du mich
Packst
Wie einen Freund umfängst
Umtosend schüttelst kühlst
Mir das Fieber aus dem Leib
Den Blütenstaub aus den Sinnen
Und die Sehnsucht aus der Seele
Wehst