Während wir schweigen
Einander nichts vergeben
Landet auf unserem Tisch
Ein winziger Propeller
Lächelnd sehen wir hinauf
Zum Baum unserer Kindheit
Dem erwachsenen Ahorn
Und erzählen uns davon
Lyrik, Gedichte
Während wir schweigen
Einander nichts vergeben
Landet auf unserem Tisch
Ein winziger Propeller
Lächelnd sehen wir hinauf
Zum Baum unserer Kindheit
Dem erwachsenen Ahorn
Und erzählen uns davon
Nach dem Regen
Kommt hoffentlich die Sonne
Der Traum verblasst
So gewaltig in der Nacht
Doch wie aus einer Zeit
Aus einem anderen Leben
Eine Spiegelung vielleicht
Ein Reflex von Pein in den
Hirnströmen des Schlafes
Ein Schrei, ein Echo Echo…
Tropfen trommeln noch
Hören auf am Morgen
Nach dem langen Regen
Zögert die Sonne zu scheinen
Dafür strahlt das Netz hinaus:
Töpfe glänzen, putzt man sie
Mit Zahncreme
Ein schöner Augenblick, ein letzter Blick zurück
Du hast mich angeschaut, mir den Verstand geraubt
All die Jahre, die vielen Tage, sind so voll von dir
Es erleben, das volle Leben, nur mit dir – nur wir
Mit dir zu sein, heißt frei zu sein
Deine Zeit in meiner Zeit
Die Zeit zu zweit
Unsere Ewigkeit
Auf dem Weg ins Glück bleibt ein Stück von mir zurück
Es ist nicht für dich, ein Rest vom Ich, das anders war
All die Jahre, die neuen Tage, brauch ich nur noch dich
Es erleben, das volle Leben, nur mit dir – nur wir
Mit dir zu sein, heißt frei zu sein
Deine Zeit in meiner Zeit
Die Zeit zu zweit
Unsere Ewigkeit
– Solo auf Strophe –
Mit dir zu sein, heißt frei zu sein
Deine Zeit in meiner Zeit
Die Zeit zu zweit
Unsere Ewigkeit
Ein Text von 2017 – die Melodie habe ich auch irgendwo. Wenn ich sie finde, könnte ein Song daraus werden.
Wenn nicht hier wo sonst
Klafft die Hölle auf Erden
Erbricht sie stinkend Glut
Erstarrt zu Stein zu Staub
Nicht einfach schwarz ist er
Glitzernd wie ein Sternenmeer
Schimmert blau im Gletscher
Moos beklebt die Berge grün
Kleine Pferde in der Weite
Goldgelb das Wintergras
Der Himmel auf Erden ist
Wo sonst wenn nicht hier
Grün sprießt nach dem Regen
Honiggelb ergießt sich Sonne
Und der Himmel wirft sein Blau
In jede kleine Pfütze
Doch allzu bald schiebt Wind
Wolken Regen Schnee herein
Schon biegt sich wieder alles
Wie erstarrt gen Osten
Kaum ein anderes als dieses Land
Hat so viele hässliche Menschen
So schön sei die Heimat, sagen sie
So lecker das Essen, so rein das Bier
Und doch schweifen sie in die Ferne
Trampeln mit ihren Bratwurstkörpern
Laut durch eine zauberhafte Welt
Saufen und lachen jede Demut weg
Irgendwo bellt immer ein Hund
Fällt eine letzte Tür ins Schloss
Hallt Abgesang aus Dohlenkehlen
Killt Langeweile Lebenssinn
Am grauen Himmel rasen
Düstere Wolkenfetzen
Wie Rauch von einem Brand
Wie Pulverdampf im Krieg
Noch leuchtet Herbstlaub
Gelb, rot – wie frisches Blut
Bald stehen kahle Birken
Gerippen gleich – bleich, tot
Letzte Blüten wie Tränen
Rinnen erschöpft zu Boden
Werden Erde, Humus, Dreck
Was mal war, ist ewig weg
Deine Währung, mein Freund,
Sind Sommer, warmes Mittendrin
Herbste nicht, Winter, Frühlinge
Nur eine steht für Tod? Ah geh …
Heißa welch ein Summen
Ein mannigfaltig Brummen
Hassgelenkter Wörterstampf
Rechtsgedrehte Haberei
Zum Schein nur Trübgefunzel
Ein Fackellauf von Fakes
Im Schlafe wandeln Schafe
Lichtern irr und wirr umher
Und Nacht umdunkelt wieder
Was ans Licht gezerrt gehört
Nicht im TGV nach Paris
Doch auf der Autoroute
Erfährt jeder Reisende:
Felder und Wälder waren
Einst die Champs de bataille
Wenig zeugt noch von
Den Schlachten
Den Stellungskriegen
Der sinnlosesten Sinnlosigkeit
Menschlichen Verbrechens
Ein paar Schilder nur
Wer hier stoppt, sieht eine
Armee von weißen Kreuzen
Bald passé beim Shoppen
Auf der Champs-Élysées
Wie seltsam friedlich der Horizont
Nicht weit, nirgendwo ein Silberstreif
Bloß ein dünner Streifen hoher Bäume
Schützt ausgedehntes Land vor Ferne
Kronen übersät von Tintenklecksen
Krähen keckern ihr karges Winterlied
In den Nebel, die frühe Dämmerung
Ja, auch dieser öde Sonntag endet bald
Wie seltsam friedlich mein Westfalen
Nichts und niemand stirbt hier laut
Unter jedem Grün ist schwarze Erde
Blatternfleckig verwölkt der Himmel