Bisher war ich nie besorgt
Denn es gab zu jeder Zeit
Aus jedem Chaos einen Weg
Die Zuversicht zu neuem Glück
Heute bin ich fassungslos
Seh die vielen leeren Blicke
Das weise Haupt ist tief gesenkt
Verstummt die mahnende Vernunft
Lyrik, Gedichte
Bisher war ich nie besorgt
Denn es gab zu jeder Zeit
Aus jedem Chaos einen Weg
Die Zuversicht zu neuem Glück
Heute bin ich fassungslos
Seh die vielen leeren Blicke
Das weise Haupt ist tief gesenkt
Verstummt die mahnende Vernunft
Dreh dich ruhig um und schlaf noch schön
Auch morgen geht die Sonne auf
Dreht sich die Welt in ihrem Lauf
Weckt der Wind verträumte Seen
Liebkosen Bienen Orchideen
Auch morgen gehen Lichter aus
Erdulden müde Pendler Staus
Und später von Computertischen
Gehen Brunnenvergifter Menschen fischen
Auch morgen ist auf diese Welt Verlass
Schürt der Wind des Wechsels großen Hass
Wünscht die Mehrheit sich es wäre bald
Erwacht die jetzt noch schläfrige Gewalt
Dreh dich ruhig um und schlaf noch schön
Da ist nur
Der Wind
Er treibt Sand vor sich her
Malt seine Launen hinein
Da ist nur
Der Himmel
Er lässt Wolken vor die Sonne
Baut Kathedralen aus Wasser
Da ist nur
Die See
Sie kotzt Unrat an den Strand
Leckt schon an neuer Beute
Da war nur
Noch ich
Ein Junge sitzt dort auf der Mauer
Lässt seine Beine lässig baumeln
Dazwischen steht ein keckes Mädchen
Zerrt seinen Kopf wild zu sich ran
Sie küsst ihn stürmisch hält ihn fest
Bedeckt Gesicht und Haar mit Küssen
Da verliebt sich dieser stolze Junge
In ihre herzhaft-süße Zärtlichkeit
Sie hält ihn noch ein Weilchen fest
Doch irgendwann erlahmt ihr Schwung
Und ehe er es recht begreift
Reißt sie sich los und ist davon
Life is all we have to share
You know we must take care
Lovers in the wind
(…)
Love is all I have to give
It’s all I need to live
Lovers in the windAus: „Lovers in the wind“ von Roger Hodgson
Du
Du lebst
Du lebst ganz glücklich so
Du bist schon gern mit dir
Du würdest aber lieber
Dein Leben teilen
Du
Du sehnst
Du sehnst Dich nach Liebe
Du hast viel Herz in Dir
Du würdest es vielleicht
Dem einen öffnen
Du
Du denkst
Du denkst du kannst nicht
Du weißt es nur noch nicht
Du nimmst eben einfach
Den langen Weg
(Zahlenmagie? Zündfolge des V-Motors, Sechszylinder: 1-2-5-6-4-3 – aus: Wikipedia)
Und wieder hüllst du meine Welt
In dein giftig grünes Dämmerlicht
Lässt hier und da ein Harmlosblau
Du verschlagen lauernde Gewalt
Und schon stichst du messerscharf
Blitzschnell aus dem Grau hervor
Lässt es krachen brennen sterben
Unbändig mit Triumphgebrüll
Und während du noch rauschhaft
Knurrend bald von dannen ziehst
Von Zerstörung, Leid und Tränen
Atmen die Verschonten heilfroh auf
Wind du lieber Freund
Du kommst gerade recht
Nach dieser ersten Hitze
Stell ich mich in dich
Damit du mich
Packst
Wie einen Freund umfängst
Umtosend schüttelst kühlst
Mir das Fieber aus dem Leib
Den Blütenstaub aus den Sinnen
Und die Sehnsucht aus der Seele
Wehst
dein smiley ist kein lächeln
dein sternchenmund kein kuss
dein text ist flüchtig schnell
gelöscht
Doch dieses eine Wort
Mit Tinte auf Papier
Dem Tränenklecks
Bleibt
So wie ich die blaue Blume
Niemals auch nur entdecke
So wird mein schöner Traum
Niemals in Erfüllung gehen
So geht er mir eben dadurch
Niemals mehr aus dem Sinn
Bei den ersten Tönen
Der Musik von damals
Verklärte sich dein Blick
Rangst du nach Worten
Flammte in deinem Herzen
Das Glück vergangener Tage
Auf
Nahm dich ganz gefangen
Ließ deine Augen glänzen
Machte dich vollends stumm
Und sang zugleich in dir
Solang das Lied erklang
Blieb alles und jeder außen
Vor
Merkst du wie dein Herz sich öffnet wenn
Deine Füße durch saftige Wiesen schmatzen
Deine Augen gierig alle Farben verschlingen
Deine Nase bebend Frühling saugt
Spürst du was in dir passiert wenn
Pflanzen lustvoll ihre Knospen öffnen
In alle Wesen kraftvoll Saft einschießt
Die Welt wie von Sinnen sinnlich wird
Wir hielten uns auf unserer Insel
Alltag toste um unsere Gestade
Riss und zerrte am Augenblick
Und die Ahnung des Möglichen
Meuchelten die Unmöglichkeiten
( Nein, ein Akrostichon ist kein Krustentiergericht 😉 )