Wald satt

Im Wald ist es früh schon wieder still
Vorbei das Singen, Flattern, Werben
Kaum dass die Tage länger waren
Legt sich Trägheit auf die Wipfel

Ich weiß ja, ihr seid dort irgendwo
Doch Schweigen macht einsam
Nur der Wind geht mich an, heiß
Hitze sickert ein ins Unterholz

Keine Kühlung also, kein frischer Trost
Gegen die Schwere in meinem Kopf
Sieh dich satt an dem Grün, sagst du
Satt sind wir, sag ich, das ist es ja

©Martin Bensen